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Getrennte Wohnungen: 5 Gründe warum es super ist, NICHT mit seinem Partner zusammenzuwohnen

Getrennte Wohnungen: 5 Gründe warum es super ist, NICHT mit seinem Partner zusammenzuwohnen

Heiraten, zusammenziehen, Kinder bekommen – das übliche gesellschaftliche Prozedere. Mittlerweile entscheiden sich aber immer mehr Paare dafür, getrennt zu leben. Warum das eigentlich ziemlich angenehm ist? Unsere Redakteurin hat einige gute Gründe!

von Katharina Ploier am 12.02.2021, 16:15



 
 
 
 
 


© Chewy on Unsplash

Ich bin fast 30 und mit meinem Partner seit 5 Jahren zusammen. Im Juli bin ich umgezogen. Von meiner eigenen Wohnung in meine eigene Wohnung. Das stieß sowohl in der Family als auch im Freundeskreis und der Arbeit weitgehend auf Unverständnis … oder zumindest Nachfragen. Ich zitiere an dieser Stelle meine eigentlich so entspannte Oma: “Aber willst du denn jetzt ewig alleine bleiben? Und wie stellst du dir das einmal mit Kindern vor??!”

Liebe Oma, wie ich mir das mit Kindern vorstelle, weiß ich selbst noch nicht so genau. Jetzt aber genieße ich fürs Erste ein Lebensmodell, was im Englischen “Living Apart Together” heißt. Und das unterscheidet sich ganz einfach von der konventionellen Beziehungsentwicklung “verlieben, heiraten, zusammenziehen und Kinder bekommen”. Getrennt zusammen leben trifft es viel eher. Man ist zwar in einer festen Beziehung, wohnt allerdings nicht zusammen. Und zwar nicht als Kompromisslösung.

Warum? Ich habe mindestens 5 gute Gründe warum es super ist, auch in einer Langzeitbeziehung Autonomie und Freiraum zu genießen!

1. Das Beste aus zwei Welten

Was ist wichtiger? Autonomie und Eigenständigkeit oder Zusammenhalt und Nähe? Wer keine Kompromisse eingehen will, ist als LAT-Paar bestens bedient. Es ist eine Wunschkombination aus enger persönlicher Beziehung und größtmöglicher wirtschaftlicher wie räumlicher Unabhängigkeit.

Nachteile? Ganz ehrlich? Zwei Wohnungen im gleichen Haus oder im selben Grätzl wären wohl der absolute Traum. Dann würde nämlich das einzig Lästige – der “Pendelweg” zwischen den zwei Wohnungen wegfallen. Wer glaubt, dass die Nähe dadurch leide und das “Alltägliche” umgangen wird, denkt falsch. Auch an getrennten Adressen funktioniert das “gemeinsam allein sein”, diese schöne Vertrautheit, wenn sich der eine in der Küche um das Abendessen kümmert und der andere gedankenversunken mit dem Buch auf der Couch fläzt. Trotzdem:

2. Bewusstere Beziehung

Wer getrennt lebt, vermeidet das zermürbende Kleinklein des Alltags und lebt Beziehung bewusster. Man genießt die Schokoladenseiten des anderen, so wie es sonst nur bei einer Affäre möglich ist: Man verabredet sich, freut sich auf die Treffen, gibt sich ein bisserl Mühe für den anderen – mit dem Bonus, das man sich bereits in- und auswendig kennt. Man kann aber morgens eben auch mal alleine aufwachen, wenn einem nach viel Platz im Bett, einem guten Film und ganz viel Ruhe zumute ist – ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen.

3. Autonomie und Freiraum

Wer nicht zusammenwohnt hat ganz automatisch Zeiten der Distanz und das Bedürfnis nach Freiheit ist somit fast wie von selbst erfüllt. JedeR macht sein Ding, wenn man sich sehen will, sieht man sich ganz bewusst und dank Smartphone ist man ja ohnehin fast ständig in Verbindung. Ist die Sehnsucht doch zu groß, kann ja auch noch nach Mitternacht in die “Zweitwohnung” gependelt werden … und es schweißt auch zusammen, in der Wohnung des anderen zusammen zu frühstücken und danach das Wohnzimmer zu streichen. Mit dem Vorteil, nicht über die Farbwahl diskutieren zu müssen.

4. Weniger Streitpotenzial

Am Ende entgeht einem LAT-Paar nämlich einfach viel Streitpotenzial. Die Finanzen des anderen? Nicht wirklich dein Problem? Die Küche in der Wohnung des Partners ist nicht ganz so picobello aufgeräumt, wie du es gern hättest? Kann dir auch egal sein. Das Klopapier in der deinen ist leider ausgegangen, weil du vergessen hast, rechtzeitig neues zu besorgen? Dein Freund wird höchstens darüber lachen und auf dem Weg zu dir noch welches mitbringen. Was ich damit auch sagen will?

5. Mehr Platz

Nur weil es zwei Wohnungen gibt, heißt das noch lange nicht, dass man dauernd getrennt sein muss und es keinen Alltag gibt. Gerade jetzt in der Corona-Zeit ist es zum Beispiel irrsinnig schön, den Luxus zweier Wohnungen zu genießen. Die eine hat beispielsweise den Vorteil, mitten in der Sadt zu liegen, während die andere perfekt für das Wochenende und lange Spaziergänge in der Natur geeignet ist. Unter der Woche wird in der Stadtwohnung gearbeitet, am Wochenende trifft man sich lieber im Vorort.

Themen:
Beziehung & Partnerschaft,
Liebe,
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